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Das Meer

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Musik&Text: Gert Steinbäcker

erschienen auf: Auf a Wort

 

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Aufrufe: 19965   Ausdrucke: 4761   E-Mails: 15 Der Text wurde bereits 5x bewertet

Es liegt da wie a See, wie a riesiger Spiegel
Und bewegt sich kaum merklich, aber ganz still steht's nie
Es kennt tausende G'schichten aus Jahrmillionen
Und die will i erfahr'n, i weiß nur noch net, wie
Und es glitzert und funkelt so sanft zu mir her
I sitz' studenlang da und starr' auf's tiefblaue Meer

I kann d'rin schwimmen, d'rauf segeln, hab aber immer das G'fühl
Dass es plötzlich mit mir machen könnt', was es will
Was mir dabei auch g'schieht, bleibt für's Meer nur a Spiel
Völlig egal

Nur a paar Stunden später kann's dann brodeln und kochen
Tausend salzige Zungen lecken drohend am Land
Nag'n die Stein' aus den Klippen und a größere Welle
Dreht a Schiff um, versenkt's, wie a riesige Hand
Und was es einmal sich g'holt hat, gibt's nur selten mehr her
I sitz' studenlang da und starr' auf's tobende Meer

I weiß, ihm is es wurscht, was i denk', was i spür'
Wir sind a ungleiches Paar, weil nur i kann verlier'n
Und es bleibt trotzdem immer die gleiche Sehnsucht in mir
Kann nix machen

Wie i noch lang net gebor'n war, wenn i schon lang net mehr leb'
Spielt der Wind mit den Well'n, es wird ihm niemals zu blöd
Und wenn wir wirklich all's hinmachen auf dieser Welt
Spielt keine Rolle

Alle glühenden Liebesschwüre draußen am Ufer
Und die blutigsten Schlachten, wo keiner wen schont
Alles Leben und Sterben nimmt's genauso gelassen
Wie das tägliche Gastspiel von der Sonn' und vom Mond
Und kein Gott kann was ändern, es wogt hin und wogt her
In sein' uralten Rhythmus, das ewige Meer